Tja lang ist's her. In der Zeit hatte ich zwei andere Blog-Beiträge angefertigt, bzw. vorgefertigt und mich dann dagegen entschieden sie publik zu stellen. Einfach weil sie aus der Emotion heraus entstanden sind und ich mich dann kurzfristig vor einer schlechten Veröffentlichung selbst retten konnte.
Jetzt muss ich mir auch mal Luft machen, aber nicht dass dies der ein oder andere falsch versteht...
Im Großen und Ganzen war es für mich einfach nur ein Wochenende zum Abgewöhnen.
Fangen wir bei einem Freitag an, an dem ich mir einen Tag Urlaub genehmigte. Der Urlaubstag hatte im Grunde nur die Bewandtnis, dass ein Techniker meines Internetanbieters vorbeikommen sollte um mir die versprochenen 6 MBit-Leitung wiederherzustellen. Erwartungsgemäß stehe ich deshalb auch freitags um 7 Uhr auf. Wer weiß schon genau wann diese Techniker sich zum Kunden bequemen? Glücklicherweise erschien der technische Mitarbeiter meines Anbieters innerhalb des großzügig angelegten Zeitrahmens (zwischen 8 und 12 Uhr) pünktlich um 9 Uhr und wirkte derart motiviert, dass ich fast die Hoffnung hatte er würde mir tatsächlich helfen können.
Er kam rein steckte sein Messgerät an sämtliche DSL-Geräte die ich eine Woche zuvor vom Anbieter zwecks Austausch erhalten hatte und sagte mir, dass was ich Ihm schon beim Reinkommen bereits berichtet hatte: "An den Endgeräten kommt zu wenig Übertragungsgeschwindigkeit für meinen derzeit bezahlten Tarif an." Aufgrund der Tatsache, dass er scheinbar mit der Akkulaufzeit seines sehr professionell aussehenden Messgerätes ein wenig überfordert gewesen zu sein schien, rief er prompt in seiner Zentrale an und ignorierte mich fortan. Der Kollege bot Ihm ein paar Testmöglichkeiten an, wie zum Beispiel meinen Anschluss mal mit mehr Bandbreite anzusteuern oder sämtliche Signale mal rückwärtig durch den Scanner zu jagen um den Zeitpunkt des Fehlerursprungs auszumachen, allerdings sah der nun deutlich genervte Mitarbeiter des ominösen Internetanbieters nicht die Notwendigkeit darin diese Möglichkeiten einmal durchlaufen zu lassen. Ich kann nur vermuten, dass er sich sichtlich gestört dadurch fühlte, dass er zu einem Kunden fahren musste, der darauf bestand bei einer bezahlten 6 MBit-Leitung auch zumindest 90% der bezahlten Leistung zu erhalten und nicht 60%. Als er sich dann nach scheinbar ziellosem Begutachten seiner Kabelsammlung aus dem Staub machen wollte, wies ich Ihn nochmals darauf hin, dass meine Mindestvertragslaufzeit im Sommer auslaufen würde und ich doch eher um eine Lösung, als um eine Verdrängung der Problematik bemüht wäre. Er entgegnete mir daraufhin, dass was ich mir denken konnte, nämlich das er nix tun könne, und begründete mir meine schlechte Bandbreite mit den Bauarbeiten an dem Haus in dem ich wohne. Er würde sich nochmal den Verteilerkasten ansehen wollen denn eigentlich könnte es ja nur daran liegen, dass ein Kabel leicht oxidiert wäre. Zweifellos stellte er dann am Verteilerkasten fest, das selbst das neu isolierte Kabel nur eine schlechte Bandbreite liefere, vermutlich weil der Winter so kalt war. Ich erwartete irgendwann die Begründung das es daran liegen könnte, dass es nachts kälter sei als draußen, aber er ließ sich dann nochmals dazu hinreißen seinen Kollegen aus der Zentrale zu kontaktieren. Diesem teilte er mit das am Tag darauf (am Samstag) um 8 Uhr ein Telekomiker sich der Sache annehmen solle. Er legte auf sagte mir dann nochmal, dass am nächsten Tag ein Techniker der Telekom sich des Problems ermächtigen würde, ob das bei mir passen würde?!
Was wäre gewesen, wenn ich da "Nö passt nicht" gesagt hätte? Ich sagte grummelnd zu und während ich mich noch ärgerte, dass der einzige Tag an dem ich ausschlafen konnte von einem Telekomiker versaut werden würde, flüchtete der Versatel-Techniker ohne Abschiedsgruß in seinen Oster-Urlaub. Um halb zehn morgens hätte ich auch mal gerne Feierabend.
Samstags stand ich dann wieder einmal um halb sieben auf, allein um wieder Platz für den neuen Techniker zu schaffen, der wer weiß wann aufkreuzen konnte. Schließlich muss ich dafür sorgen, dass lediglich die von der Versatel gelieferten Geräte für eine Verbindungsprüfung angeschlossen sind. Ansonsten behält sich der Anbieter das Recht mir den Techniker separat in Rechnung zu stellen. Schlecht gelaunt über die durch mäßige Geschwindigkeit der Bandbreite entstandenen mehrfachen Verbindungsabbrüche beim Zocken, wartete ich dann gestandene 5 1/2 Stunden auf den Telekomiker, der nicht erschien. Aber da dort seine Frist auslief in der er bei mir zu erscheinen hatte, musste ich solange warten. Im stillen Bedauern um den vermissten Schlaf entschloss ich mich dazu noch eine Stunde Karenzzeit zu geben um dann um 13 Uhr ein wenig stinksauer, in aller Ruhe wutentbrannt auf alle Drecks-Techniker zum Wochenendeinkauf zu hetzen. Zu allem Überfluss war das Spiel meiner Borussia ein Alptraum sondergleichen, der mir durch den Übernahme der Tabellenführung des allseits so gehassten Vorstadtnachbarn aus Gelsenkirchen noch mehr den gesamten Tag als ein Fiasko enden ließ.
Der darauf folgende Sonntag der eigentlich ganz nett war konnte demzufolge aufgrund der Tatsache, dass ich wieder nicht ausschlafen konnte und dass mir wegen der Zeitumstellung zusätzlich eine Stunde dringend benötigter Schlaf abhanden gekommen war, das gelaufene Wochenende nicht wirklich mehr retten.
Was soll ich sagen? Ein Wochenende zum Abgewöhnen....
Mein herzliches Beileid wenn's dabei bleibt. Aber tröste dich... Ich wurde vom Telekomiker (sehr gelungenes Wortspielchen) direkt vor Pfingsten mit Abwesenheit verarscht. Die Typen arbeiten allgemein nur vor Feiertagen, machen da aber gerade Pause.
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