Dienstag, 9. März 2010

Bevor Ihr euch selbst googelt

Da ich gestern mal kurzfristig wieder einen Gedanken daran verschwendet habe, wie erstaunlich es doch ist, wo man heutzutage überall Sachen über Personen rausfinden kann, hab ich mir gedacht es ist eine putzige kleine Anekdote die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Als Vorgeschichte muss ich einmal sagen, dass ich eigentlich erst im Alter von gut 16 Jahren den Eindruck hatte, dass öffentliche Medien wie das Internet, irgendwie in mein Interessenfeld gehören könnte.
Mit 16 Jahren, hatte ich so von garnix nen Plan. Ich spielte jeden Tag auf dem Bolzplatz Fussball und man hörte die Musik über den Rechner weil die Boxen einfach mehr hergegeben haben, als der 15 Euro teure Kinder-CD-Player, der grausam aussah und nach einem halben Jahr in Gebrauch bei Liedern mit viel Bass ein staubmäuse-erschreckendes Dröhnen und Brummen von sich gab, dass das Nachttischschränkchen vibrierte.
Über kurz oder lang hatte ich bei meinem guten Kollegen Colin, einiges über Computer aufgeschnappt und war als dieser in seine eigene Wohnung gezogen war und seinen ersten eigenen Internetanschluss besaß, derart beeindruckt über das was der so im Internet machen konnte....
...dass ich als ich mal alleine davor saß und total keine Ahnung hatte was ich denn nun im Internet machen sollte. Im ICQ, niemand online mit dem man schreiben sollte. E-Mails gecheckt bei Web.de doch da war ich ja schon vor 5 Minuten... Und weil mir so langweilig war googelte ich meinen Namen zum Spaß.
Tief in dem Bewusstsein, dass ich da NIEMALS von Google gefunden werden konnte, schreckte ich derart auf, dass es mich vom Stuhl riss, als ich da meinen Namen las.
Okay, ganz ehrlich ich erschrak nicht wegen meinem Namen, ich war ja nicht so dämlich zu glauben ich wäre der einzige "Tobias Bünger", zumal ich halt sozusagen meine ersten Stunden im Netz verbrachte. Viel mehr erschrak ich über die ganzen anderen Namen, die mir äußerst bekannt vorkamen. Allesamt Leute die mir auf meiner Geburtstagsfeier zum 9ten Geburtstag, ein Ständchen sangen.


Völlig entgeistert, klickte ich diesen Link und sah wo ich gelandet bin. Auf einer Internet-Seite der Reichshofschule in Schwerte-Westhofen.
Was ich nämlich scheinbar vergaß war, dass ich mit 9 Jahren auf dieser Schule mit an einer Schülerzeitschrift namens "Füchslein" gearbeitet habe.

Sprich ich habe ein Interview gehalten, ein Gedicht geschrieben, an einem Comic mitgewirkt und einen Aufruf geschrieben und... ich habe damals ein Foto und einen Text ("Wer bin ich") abgegeben weil das so gang & gäbe war.
Also bevor Ihr euch selbst googelt, fragt euch ob Ihr das wirklich wissen wollt, auf wie vielen Seiten man euch tatsächlich findet.

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