Montag, 8. März 2010

Mein BVB gegen die falsche Borussia...

(oder auch Mo Zidan's Galaabend vor versammeltem Kritikerpublikum)

So erstmal zum Bloggen:
Bevor man einen Blog erstellt hab ich mal gehört sollte man sich ganz genau überlegen welches Publikum man denn ansprechen kann. Gut, dürfte nicht allzu viele sein...
...aber Check!
Dann sollte man seine Interessen in interessante und für die Allgemeinheit uninteressante Themen gliedern...
...Check!
Wer will bitte schön den gesamten privaten Mist und die Gefühlswelt eines Nobody's lesen? Niemand, und wenn doch dann twittert er oder nutzt diverse Shoutbox-Dienste.
Hat man die interessanten Themen gegliedert, muss man sich letztlich auch entscheiden inwiefern man welche Themen in seinen Blog mit einfließen lässt.
Ich habe mich speziell für drei Kernpunkte entschieden:

BVB
Gaming
musikalische Einflüsse

Simples Konzept könnt' man meinen, hoffentlich trägt's Früchte.

So back 2 Topic:

Jeder "echte" Borusse freute sich, jeder zweite fragte sich "Warum nicht immer so?".
Und irgendwoher kam der leise aber durchaus plausible Kritikpunkt"Warum nicht alle so?".

Ok, das vorige Spiel zu vergessen, für einen Dortmunder Jung' fast unmöglich. Doch in diesem Spiel gegen BMG konnte man meiner Meinung sehr leicht sehen, wie unterschiedlich die Mannschaft mit dem aus der Hand gegebenen Spiel, umging.

Nehmen wir den jungen Leader, Nuri Sahin. Er hatte durchaus Schwierigkeiten seine individuelle Klasse zu zeigen. Gefühlte 4/5 Pässen gingen zurück zu den Innenverteidigern. Das Selbstvertrauen für eine gescheite Spieleröfnung wurde einfach weitergegeben.

Schmelle und Kevin mit einer sehr engagierten Leistung. In den Aktionen der beiden war viel Trotz zu erkennen, auch wenn die Verunsicherung sich in technischen Fehlern und häufig in Ballverlusten aufgrund des Mangels an spielerischen Fähigkeiten endete. Aber dieser läuferische Einsatz... die Junge Borussia... eben.

Während der polnische Roadrunner auf rechts so garnicht offensiv präsent war, sondern eher defensiv ne Extraschicht draufgelegt hat (obwohl es zu keinem Zeitpunkt als zwingend notwendig erschien), merkte man wie die Innenverteidigung über gelungene Aktionen hinweg, das Selbstvertrauen für die gesamten 90 Minuten aufbaute. So schaute das halbe Stadion verdutzt als der Bruder Leichtfuss, the Artist formally known as "Santana" nach etwa 3 gelungenen Pässen zum Nebenmann, "mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein" ein Dribbling vom eigenen Sechszehner bis weit in die Gladbacher Hälfte vollbrachte, dabei scheinbar geschmeidig all seine Mitspieler wie Hütchen austanzte und nebenbei auch noch zwei Gegenspieler stehen ließ um dann über Ball + Bein zu stolpern. Aber dafür sprang er voller Spielfreude gleich wieder auf, rannte nach hinten um dann dort sämtliche Gladbacher Stürmer alleine in die Manndeckung zu nehmen.

Vom Herz in der Hand zum Herz der Mannschaft, unser Leader Sebastian Kehl, mit einem für meinen Geschmack überragenden Spiel, band sich so wie sich das alle wünschen nahtlos, omnipräsent in das Spiel ein und wurde meiner Meinung nach zum laut aufheulenden Motor. Er schmiss sich in jeden Zweikampf rein als gäbe es kein Morgen mehr und wir sind relativ froh dass es diesem Morgen noch gibt. Ich erinnere mich schwach an die Szene, an der er über den Boden mit zwei gestreckten Beinen rutschte (Schreck hoch 1) und gleich mal gefährlich die Metallstollen vom Gegenspieler aus kürzester Distanz ins Visier genommen hat (Schreck hoch 2)

Und im Sturm? Da wurde der eigentliche Hauptdarsteller Lucas zum Statist und der Statist Mo Zidan zum Star des Spiels auf der ganz großen Bühne. Wie die schon tausend Mal zuvor gesehenen Körpertäuschungen auf einmal funktionieren, weil er in überragender Form sie auch bis zum Ende durchzieht. Wo der kleine (ich hörte "historische") Ägypter war, war im nächsten Moment Gefahr für den eigentlich starken Bailly. Eigentlich konnte man das Spiel fast als ein Feuerwerk ägyptischer Spielfreude bezeichnen. Ich würde fast behaupten (ohne die Leistung unseres kleinen Sensibelchens zu schmälern), dass die Gladbacher Viererkette sich einfach zu sehr darauf konzentriert haben Lucas' Spiel zu zerstören und deshalb den flinken Nord-Afrikaner komplett übersehen haben.
Hut ab vor einer Leistung die er nun diese Saison wie Kloppo sagt: "Hoffentlich noch 9 mal zeigen kann!)

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